Die Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Klinikums rechts der Isar führt gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem Fraunhofer EMFT und der IT-Firma Monks, eine klinische Studie zur Früherkennung von chronischen Wunden durch. Im Rahmen dieser Studie werden Sensoren in ein Pflaster integriert, das verschiedene Parameter auf der Haut messen soll. Dazu gehören Parameter wie kontinuierlicher Druck und die Sauerstoffsättigung im Gewebe. An der Studie nehmen sowohl gesunde Probanden, als auch kranke Patienten teil. Die Pflaster werden über einen bestimmten Zeitraum auf der Haut getragen. Dabei werden Messdaten generiert, die helfen sollen, frühzeitig die Entstehung von chronischen Wunden zu verhindern.
Abb. © Fraunhofer EMFT/ Nick Frank
Projektleiter: Philipp Moog, Jun Jiang
Hypoxisch Präkonditioniertes Serum (HPS) ist ein spezielles Serum, das durch die Kultivierung von Blut unter hypoxischen Bedingungen (niedriger Sauerstoffgehalt) gewonnen wird. Diese Methode ahmt physiologische Stressbedingungen nach, die im Körper beispielsweise bei Ischämie oder Wundheilung auftreten. Durch die Hypoxie werden in den Blutzellen verschiedene Signalwege aktiviert, insbesondere der Hypoxia-Inducible Factor (HIF)-Signalweg. Dadurch steigt die Expression von Wachstumsfaktoren, Zytokinen und anderen bioaktiven Molekülen, die regenerative Prozesse fördern. HPS enthält daher eine hohe Konzentration an angiogenen (gefäßbildenden), neuroprotektiven und zellproliferationsfördernden Faktoren. HPS kann in der regenerativen Medizin und insbesondere in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie, Orthopädie und Wundheilung verwendet werden. Es zeigt vielversprechende Effekte in der Geweberegeneration und Verbesserung der Wundheilung. Aufgrund seiner zellprotektiven und heilungsfördernden Eigenschaften wird HPS als innovativer Ansatz für personalisierte regenerative Therapien betrachtet.
Projektleiter: Dr. Philipp Moog
EmaCure® wird durch Konditionierung von peripheren Blutzellen unter wundsimulierenden physiologischen Bedingungen (Hypoxie, Temperatur) für einen definierten Zeitraum hergestellt. Dieser Ansatz stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber den derzeit verfügbaren Systemen zur Herstellung von autologen, blutbasierten Zusammensetzungen, dar. Es ermöglicht eine Hypoxie induzierte Steigerung der Proteinkonzentration, im Vergleich zum Zeitpunkt der Blutentnahme.
EmaCure® kann in Form von Wundverbänden und injizierbaren Präparaten erfolgen, die vollständig zellfrei sind. Da die Proteinfaktoren aus dem autologen Blut des Patienten stammen, ist diese der therapeutische Ansatz patientenspezifisch. Unsere Forschungsbemühungen beschäftigen sich ebenfalls mit der Fähigkeit der generierten Sekretome auf unterschiedliche Gewebetypen.
Das EmaCure®-Konzept wird von einem multidisziplinären Forscherteam entwickelt, darunter Zellbiologen, Ingenieure, Kliniker und plastische Chirurgen sowie Spezialisten für translationale Therapien. Das Netzwerk der Kooperationsinstitute umfasst die TU München, die Hochschule München, die Fachhochschule München, sowie die Universitätsmedizin Göttingen.
Eine Patentanmeldung auf eines one-step device zur Vorbereitung und Bereitstellung der EmaCure®-Faktoren wurde erstmals im Februar 2012 eingereicht PCT/EP2013/051910;''Device based methods for localized delivery of cell-free carriers with stress-induced cellular factors''). Das Patent wurde im August 2013 veröffentlicht (IPN: WO 2013/113821 A1).
Laufende Studien:
Projekt Personal:
Maryna Jensch
Jessica Hughes
Rahmin Schams
Sanjar Bekaran
Alex Schneidinger