Klinik und Poliklinik
für Plastische Chirurgie
und Handchirurgie
Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. H.-G. Machens
Tel. (089) 414 021 71
sek.plastchir@mri.tum.de

 

 

Fallstudien zur Behandlung chronischer und akuter Wunden mit regenerativen Therapieverfahren

Präklinische und klinische Datenlage

 

Chronische und therapieresistente Wunden

  • In-vitro-Untersuchungen an Zellkulturen mit positiven Ergebnissen hinsichtlich Zellproliferation und Wundheilungsparametern.
  • Präklinische Studien im Rattenmodell mit nachgewiesener Sicherheit und Wirksamkeit.
  • Klinische Anwendung bei > 50 Patientinnen und Patienten mit dokumentiertem Therapieerfolg.


Akute Wunden

  • In-vitro-Studien an Zellkulturen mit positiven Resultaten.
  • Präklinische Untersuchungen in verschiedenen Tiermodellen mit bestätigtem Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil.
  • Klinische Studie der Phase II in Vorbereitung.
  • Klinische Anwendung bei > 20 Patientinnen und Patienten.

Fallbeispiel 1

 

Ulcus cruris venosum (chronische Wunde)

Rechtes Bein.

 

(E) Konventionelle Wundversorgung mittels Verbandtherapie ohne anhaltenden Heilungserfolg über 2,5 Jahre.

(F) Nach Einleitung der Gel-basierten Therapie vollständiger Wundverschluss innerhalb von 10 Wochen.


Fallbeispiel 2

 

Diabetisches Fußulkus (chronische Wunde)

Rechtes Bein, 65 Jahre, männlich, Diabetes mellitus Typ 2.

 

(A) Ausgangsbefund: plantare Ulzeration, 3 × 2 cm.

(B) Befund nach 6 Behandlungen: deutliche Reduktion der Wundfläche.

(C) Nach 47 Tagen: vollständige Epithelisierung.


Fallbeispiel 3

 

Diabetisches Fußulkus bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)

Rechtes Bein, 69 Jahre, weiblich, Diabetes mellitus Typ 2.

 

(A) Ausgangsbefund: chronische Ulzeration bei PAVK, 10 × 4 cm.

(B) Verlaufskontrolle nach 6 Monaten: weitgehende Abheilung mit stabiler Granulation und Epithelisierung.


Fallbeispiel 4

 

Schwer heilende Spalthaut-Entnahmestelle (Pyoderma gangraenosumchronische Wunde)

Linkes Bein, 73 Jahre, weiblich.

 

(A) 8 Wochen postoperativ persistierende Wundheilungsstörung an der Entnahmestelle.

(B) Erneute Spalthauttransplantation der vorgeschädigten Region.

(C) Neue Entnahmestelle unter Gel-Therapie nach 10 Tagen mit deutlich beschleunigter Reepithelisierung.


Fallbeispiel 5

 

Chronische Wunde bei Pyoderma gangraenosum (6 × 4 cm)

Linkes Bein, 80 Jahre, weiblich.

 

(A) Persistierende Ulzeration trotz zweijähriger intensiver Vorbehandlung inklusive mehrfacher Hauttransplantationen.

(B) Nach 4 Wochen kombinierter Therapie (Wundgel + Spalthauttransplantation): ca. 50 % Flächenreduktion.

(C) Weitere 4 Wochen später: vollständiger Wundverschluss ohne klinisch relevante Narbenbildung.


Fallbeispiel 6

 

Tiefe Verbrühung Grad II

2-jähriges Kind, thermische Verletzung durch heißes Leitungswasser.

 

(A) Tage nach Trauma: ausgedehnte zweitgradige Läsion.

(B) Nach 10 Tagen topischer Gelapplikation (2× täglich): vollständige Reepithelisierung, narbenfreie Abheilung; Repigmentierung noch nicht abgeschlossen.


Fallbeispiel 7

 

Spalthaut-Entnahmestelle (akute Wunde)

46 Jahre, männlich, beidseitige Entnahmestellen.

 

(A) Konventionelle Verbandtherapie: regelhafte, jedoch langsamere Heilung.

(B) Gel-basierte Therapie: signifikant beschleunigte Reepithelisierung mit etwa 50 % verkürzter Heilungsdauer.